Preischaos

Preis-Chaos auf dem Kunststoffmarkt.

Während der anhaltenden Periode der Kunststoffverknappung, ist kein Ende der aufwärts drehenden Preisspirale zu erkennen.

Auf dem Europäischen Kunststoffmarkt herrscht derzeit eine dramatische Rohstoffverknappung für Kunststoffe. Manche Anlagen für die Rohstofferzeugung mussten wegen unerwarteter technischer Probleme heruntergefahren werden. Die wichtigen Granulat-Hersteller melden durch die Bank „Force Majeure“. Es ist zurzeit nicht klar, welche Rohstoffe in welchem Umfang davon betroffen sind und wie lange dieser Zustand anhält.

Da eine vollumfängliche Materialversorgung nicht garantiert ist und wir seitens der Hersteller nur sehr kurzfristige Preiszusagen bekommen, werden auch wir unsere Offertengültigkeit für Folien-Produkte auf 2 Werktage begrenzen. Ältere Offerten verlieren wahrscheinlich ihre Gültigkeit und werden bei Bedarf neu kalkuliert.

Sollte sich die Situation weiter verschärfen und sich die Rohstoffknappheit auch auf bestehende/bestätigte Aufträge auswirken werden wir Sie umgehend informieren.
Wir setzen alles daran die Auswirkungen für Sie so gering wie möglich zu halten und halten Sie bei Veränderungen auf dem aktuellen Stand.

 

Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen nimmt zur derzeitigen Marktlage Stellung:

"Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. ist der Wirtschaftsverband der deutschen Kunststoffverpackungsbranche. Wir vertreten die Belange unserer Mitglieder national und auf europäischer Ebene.

Unsere Branche wird zurzeit mit einer bisher in dieser Form noch nicht dagewesenen Rohstoffverknappung sowie damit einhergehenden Preisaufschlägen konfrontiert. So hat zum Beispiel der Branchendienst KI - Kunststoff Information in den letzten beiden Wochen die dramatischen Entwicklungen an den Kunststoffmärkten mit etlichen Force Majeure-Meldungen und begleitenden drastischen Preiserhöhungen der Lieferanten dokumentiert. Die beigefügte aktuelle IK-Pressemitteilung gibt Ihnen einige weitergehende Informationen zur gegenwärtigen Lage.

Daraus wird unter anderem ersichtlich, dass die juristische Bewertung der Vorgänge nicht eindeutig ist. Auch kartellrechtliche Bedenken sind durchaus angebracht.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Komplexität der Thematik erscheint uns ein juristisches Vorgehen jedoch zu langwierig und ergebnisoffen, um die aktuelle Situation zu bereinigen. Wir prüfen zurzeit kartellrechtliche Möglichkeiten. Aber auch in diesem Zusammenhang könnte sich eine Beweisführung als äußerst schwierig herausstellen.

Unsere meist mittelständischen Mitglieder, die bei der Rohstoffversorgung von wenigen Großlieferanten abhängig sind, werden in den nächsten Wochen versuchen, Ihr Unternehmen so optimal, wie es die Situation zulässt, zu beliefern.

Wir gehen davon aus, dass die vielfältigen Veröffentlichungen über diese prekäre Entwicklung in fast allen europäischen Ländern zu einem besseren Verständnis bei allen Beteiligten führen werden. Die IK und ihre Mitglieder arbeiten daran, die Situation zu verbessern."

Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. - Bad Homburg, den 8. April 2015

Diese Stellungnahme steht Ihnen als PDF-Download zur Verfügung.

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